Die verlorene Barbie
Ein Gebet, ein Schuhkarton und Geschwister, die Jesus finden
Ob es einen Unterschied macht, welche Geschenke du in den Schuhkarton packst? In Olivias Fall lautet die Antwort eindeutig: JA! Wähle deine Schuhkarton-Geschenke sorgfältig und im Gebet – denn Gott schreibt mit ihnen unglaubliche Geschichten. So wie die von Olivia in Guatemala:
Olivias Barbie-Puppe ist ein kostbares Geschenk ihres Vaters, sie spielt ständig damit. Als sich ihre Eltern trennen und sie nur noch wenig Zeit mit ihrem Vater verbringen kann, wird die Puppe umso wertvoller für das Mädchen.
Olivia ist am Boden zerstört, als ihre Familie umzieht und ihr geliebtes Spielzeug dabei verloren geht. Doch ihre Tante ermutigt sie, Gott um Hilfe zu bitten. Olivia erzählt:
„Ich habe gebetet, dass Gott mir eine Puppe wie meine schenkt.“
Kurze Zeit später wird Olivia von ihrer Cousine zu einer Veranstaltung von „Weihnachten im Schuhkarton“ in einer nahe gelegenen Kirche eingeladen. Die Kinder hören dort die gute Nachricht von Jesus Christus und bekommen einen liebevoll gefüllten Schuhkarton.
Olivia kann nicht glauben, was sie sieht, als sie ihren Schuhkarton öffnet: eine Barbie, die genau so aussieht wie die verlorene – mit demselben Kleid und denselben Schuhen!
„Ich war so aufgeregt und so glücklich. Ich wollte weinen. Gott hat mein Gebet gehört.“

Olivias Reise beginnt
Olivia wird zu Die größte Reise eingeladen, unserem Glaubenskurs mit 12 Lektionen für Kinder, durch die sie Jesus kennenlernen können. In einem der Treffen liest die Kursleiterin aus der Bibel vor und erzählt von der ewigen Hoffnung des Evangeliums:
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
Noch bevor der Unterricht zu Ende ist, betet Olivia und nimmt Jesus als ihren persönlichen Herrn und Retter an. Sie betet auch dafür, dass ihr älterer Bruder Daniel zum Glauben an Christus findet. Sie ist überzeugt: Wenn Gott ihre Gebete um die Puppe erhören kann, dann kann er auch das Leben ihres alkoholkranken Bruders verändern.
Eine Antwort auf Gebet
Daniel ist 15, als seine Mutter mit Olivia schwanger ist. „Ich habe Olivia gehasst“, sagt er. „Ich sagte meiner Mutter, dass ich Olivia nicht wollte und dass ich sie nicht liebte.“
Daniel verbringt immer mehr Zeit mit Freunden, die einen schlechten Einfluss auf ihn haben. Er beginnt, Alkohol zu trinken und illegale Drogen zu nehmen. „Niemand kam an mich heran“, sagt er. „Ich sagte meiner Mutter, sie solle vergessen, dass ich ihr Sohn bin, und ich würde vergessen, dass sie meine Mutter ist.“
Daniels beleidigendes Verhalten und sein starker Alkoholkonsum belasten Olivia über die Jahre hinweg schwer. „Er sagte gemeine Dinge zu mir und meiner Mutter“, erzählt Olivia. „Aber ich wusste, dass Gott ihn verändern kann. Ich musste einfach weiter beten.“
Olivia betet nicht nur, sondern erzählt Daniel auch von den Bibelgeschichten, die sie im Kurs Die größte Reise kennenlernt. Immer wieder bittet sie ihn, mit ihr in die Kirche zu gehen. „Ich habe sie einfach ignoriert, zumindest äußerlich. Innerlich war ich tief bewegt“, erinnert sich Daniel. „Ich begann mir Sorgen zu machen, was für ein Vorbild ich für sie bin.“

Eines Tages, als Olivia für ihren Bruder betet, nimmt ihr Großvater das Gebet mit dem Handy auf. Später zeigt er Daniel das Video.
„Sie lag auf den Knien und betete für mich. Ich konnte es nicht glauben.“
„Ich schämte mich so, aber ich hatte nicht die Willenskraft, mich zu ändern“, sagt Daniel.
Kurz darauf wird Daniel wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen und kommt in eine christliche Reha-Einrichtung. Während er dort ist, betet Olivia weiter, und Gott beginnt, Daniel zu verändern. „In der Reha sagte ich zu Gott, dass ich dankbar für seine Barmherzigkeit bin. Das war der erste Schritt zurück zu ihm“, sagt Daniel. „Ich sagte ihm, wenn er mich verändert, würde ich sein Wort predigen.“
Als Daniel nach Hause kommt, geht er mit Olivia in die Kirche. „Dort sprach Gott zu meinem Herzen. Er sagte: ‚Sieh, wo du warst und woher ich dich gebracht habe. Es ist Zeit, dass du zu mir zurückkommst.‘ An diesem Tag gab ich mein Leben dem Herrn.“
Ein verwandeltes Leben
Heute engagiert sich Daniel in der Jugendarbeit seiner Gemeinde und erzählt Jugendlichen von seinem Weg, damit sie nicht dieselben Fehler machen wie er. Sein Lebensvers ist:
Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen. Der HERR züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
„Ich sollte eigentlich schon tot sein, aber Gott hatte Erbarmen mit mir und hat mich verschont“, sagt Daniel. „Die Schwester, die ich nicht haben wollte, wurde zur Motivation für mich, Christus nachzufolgen. Ich weiß nicht, wie ich Olivia für all ihre Gebete danken soll.“
Ihre Gebete sind auch jetzt nicht verstummt, wo Daniel ein treuer Nachfolger Christi ist. „Ich bete jeden Tag für ihn“, sagt sie. Olivia betet außerdem regelmäßig für die Arbeit von „Weihnachten im Schuhkarton“ in ganz Guatemala.
Und das alles hat damit begonnen, dass Gott das Gebet eines Kindes durch ein Schuhkarton-Geschenk erhört hat.

Gott hat Olivias und schließlich auch Daniels Leben durch ein Schuhkarton-Geschenk verändert, und heute gebraucht er sie, um anderen von seiner Liebe zu erzählen.
„Wer auch immer Olivias Schuhkarton gepackt hat, kann sich nicht vorstellen, welche Freude er ihr bereitet hat“, sagt Daniel. „Er hat sie auf einen Weg des Gebets gebracht, der ihr Leben und meines verändert hat.“
Was packst du dieses Jahr in deinen Schuhkarton?
