Alabaster Jar: Gegen sexuelle Ausbeutung
Hilfe für Frauen in Prostitution
Die Not vor der Haustür
Eine der größten menschlichen Ungerechtigkeiten geschieht vor unserer Haustür: Seit 2002 ist Prostitution in Deutschland legal, und Zuhälter dürfen bis zu 50 Prozent des Einkommens behalten. Laut Bundeslagebild für Menschenhandel und Ausbeutung 2024 sind 32.300 Menschen in Prostitution registriert. Die Dunkelziffer ist allerdings viel höher. Deutschland ist eine Drehscheibe für Menschenhandel und wird in den Medien oft als das Bordell Europas bezeichnet. Das Ausmaß von Zwang und Ausbeutung ist hoch. Opfer stehen häufig unter massivem Druck, etwa durch Gewalt oder Drohungen gegen sich selbst oder ihre Familien. Besonders gefährdet sind Frauen, die schwer Zugang zu Hilfe haben, etwa wegen Sprachbarrieren, psychischen Problemen oder Drogenabhängigkeit. Viele Frauen erleben zudem Armut, Missbrauch, gesundheitliche und psychische Belastungen sowie soziale Ausgrenzung. Dieser unsagbaren Not wollen wir begegnen.
Warum wir helfen
Wir glauben, dass Gott sich besonders für Menschen am Rand der Gesellschaft einsetzt – für diejenigen, die unterdrückt, ausgebeutet oder übersehen werden. Durch unsere Arbeit möchten wir ein Zeichen der Gerechtigkeit und der Liebe Gottes setzen. Wir sind überzeugt, dass Jesus, wäre er heute hier, mitten unter den Frauen auf der Straße, in Stripclubs und Bordellen zu finden wäre.
Alabaster Jar existiert, um diesen Frauen die bedingungslose, transformierende Liebe Gottes zu zeigen. Wie Patricia Green, die Gründerin von Alabaster Jar, sagt: „Wir wollen, dass die Würde der Frauen auf den Straßen Berlins wiederhergestellt wird. Sie sind von Gott geliebte Frauen und verdienen unseren Respekt.“

Wie wir helfen
Kernpunkte unserer Arbeit & Konkrete Schritte
Spenden Sie eine Hope Box
Schenken Sie damit Hoffnung und Freude
Dieses Jahr bringen wir die Hoffnung und Freude von Weihnachten wieder auf die Straße - zu den Frauen, für die unser Herz schlägt! Diese Freude kommt in Form einer Hope Box und ist ein Geschenk für Frauen, die in Zwangsprostitution gefangen sind.
Stellen Sie Ihre eigene Hope Box zusammen und zeigen Sie damit einer Frau, dass sie geliebt und wertgeschätzt wird.
So geht's: Klicken Sie auf den Button und füllen Sie das Formular aus, um sich an der Hope-Box-Kampagne zu beteiligen.
Wenn Sie selbst kein Geschenk zusammenstellen können, können Sie für eine Spende von 40 Euro auch eine Hope Box sponsern, die wir dann für Sie packen.
Letztes Jahr konnten wir fast einhundert Frauen im Berliner Rotlichtviertel mit einer wunderschönen und liebevoll verpackten Hope Box beschenken. Keine einzige Frau verließ unsere Weihnachtseinsätze ohne ein Geschenk und mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Lesen Sie auf unserem Blog, wie die Verteilung der Hope Box abläuft.




Sie ermöglichen es uns, eine Hope Box als Geschenk mit möglichst gleichwertigen Inhalten für eine Frau im Rotlichtmilieu zusammenzustellen.
Spenden
Sie unterstützen Sonderaktivitäten, wie etwa die Begleitung der Frauen zu Ärzten, die Organisation und Durchführung von Bibelarbeiten oder Veranstaltungen wie Spielenachmittage.
Spenden
Sie sponsern unsere Einsätze in den Berliner Bordellen, bei dem unser Team in Kontakt mit den Frauen kommt.
Spenden
Ehrenamtlich mitarbeiten
Im Einsatzteam, Gebetsteam oder hinter den Kulissen
Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich an unserer Arbeit zu beteiligen. Helfen Sie uns dabei, Leben zu verändern und die Würde der Frauen im Berliner Rotlichtviertel wiederherzustellen. Unser Team von Alabaster Jar setzt sich aus Mitarbeitern und Ehrenamtlichen aus verschiedenen Ländern, Kirchen, Gemeinden, Berufen und Altersgruppen zusammen.
Unsere Einsätze finden ausschließlich in Berlin statt, daher sollten Ehrenamtliche für das Einsatz- und Gebetsteam in der Nähe von Berlin wohnen und mindestens 21 Jahre alt sein.
Im Einsatzteam arbeiten ausschließlich Frauen, während Männer im Gebetsteam oder bei Aufgaben hinter den Kulissen mitwirken können.
Für die Mitarbeit im Hintergrund ist ein Wohnsitz in Berlin nicht erforderlich, und es gibt keine feste Altersgrenze (gegebenenfalls mit Zustimmung der Eltern).



Der Weg in die Prostitution
Und warum der Ausstieg so schwerig ist
Was ist mit freiwilliger Prostitution?
In der Öffentlichkeit taucht häufig die Unterscheidung zwischen freiwilliger Prostitution (oft auch als „Sexarbeit“ bezeichnet) und Zwangsprostitution auf. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass der Übergang von freiwilliger Prostitution zu Prostitution mit Zwang und Gewalt sehr oft fließend ist.
Ist es wirklich freiwillig,
- wenn eine Frau sich aus Armut prostituiert, um ihre Familie zu ernähren?
- wenn sie als Kind sexuell missbraucht worden ist und nun glaubt, sie sei nur für Sex zu gebrauchen?
- wenn sie über die Loverboy-Methode* manipuliert wird?
- wenn sie durch Gewalterfahrungen im Milieu traumatisiert wurde?
Häufig erleben auch Frauen, die zunächst eigenständig und „freiwillig“ in die Prostitution einsteigen, irgendwann Gewalt und Zwang.
* Die Loverboy-Methode ist eine vorgespielte Liebesbeziehung, die u. a. auch in diesem Artikel bei Ana näher beschrieben wird.
Zahlen & Fakten
➡️200.000–400.000 ist die geschätzte Dunkelziffer betroffener Frauen
➡️ca. 90 % der Frauen sind in der Prostitution gefangen
➡️83 % der Frauen mit mindestens einem traumatischen Erlebnis
➡️61 % der Frauen, die körperliche Gewalt oder Vergewaltigung erlebt haben
➡️89 % der Frauen, die dringend einen Ausstieg benötigen
„Manchmal glaubt man, kein Mensch mehr zu sein. Man ist in der Prostitution entmenschlicht worden. Man fühlt sich verletzt, zerfetzt und abgewertet.“
Weiterführende Infos
Möchten Sie mehr über Alabaster Jar erfahren oder liegt es Ihnen auf dem Herzen für diese Arbeit zu beten?
Ihre Ansprechpartnerin
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