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Ebola-Behandlungszentrum eröffnet
Samaritan's Purse engagiert sich im Kongo im Kampf gegen die Ebola-Epidemie

Ein tödlicher Ausbruch

Die Zahl der Toten steigt mit jeder Woche. Eine Welle der Panik greift im Herbst 2018 um sich, je weiter sich der Ebola-Virus im Kongo, Zentralafrika, ausbreitet. Es ist der bislang historisch zweitschwerste Ausbruch – die Ebolafieber-Epidemie im Ostkongo.

Bereits in den Monaten zuvor hatte Samaritan’s Purse in der nordöstlichen Region des Landes Aufklärungskampagnen durchgeführt; Einheimische lernten, die Symptome des tödlichen Virus zu erkennen und weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Dann kam die erschreckende Nachricht: Das Ebolafieber hatte sich seinen Weg bis zu dem Gebiet vorgearbeitet, in dem Samaritan’s Purse seit acht Jahren tätig ist. In einem radikalen Glaubensschritt beschloss man, vor dieser Gefahr nicht davonzulaufen, sondern geradewegs hineinzugehen – um Hilfe für die Betroffenen zu bringen.

Bereit zu helfen

Ein Behandlungszentrum sollte errichtet werden – und zwar schnell, denn jeder weitere Tag brachte mehr Ansteckung, mehr Leiden, mehr Tod.

Im November flog man das mobile Krankenhaus ein, das schon in anderen Krisengebieten wertvolle Arbeit geleistet hatte. Doch damit dieses operativ wirksam werden konnte, braucht es mehr als Zelte, Planen und Feldbetten – es braucht Menschen.

Nur einen Tag nach Weihnachten machte sich ein DART (Disaster Assistance Response Team, zu Deutsch: Katastrophensoforthilfe-Team) auf den Weg in den Kongo.

Das Team, bestehend aus medizinischem und nichtmedizinischem Personal, ging sofort an die schweißtreibende Arbeit, Zelte aufzurichten, Unterkünfte für Ärzte und Helfer zu erbauen, medizinisches Zubehör bereitzustellen, Wasser, Hygiene und sanitäre Versorgung zu gewährleisten.  

Aufbau des Krankenhauses für Ebola-Patienten
Zeltdach des Krankenhauses für Ebola-Patienten
Anziehen der Ausrüstung zur Ebola-Bekämpfung
Bau der Grundpfeiler für das Krankenhaus im Kongo
Ebola-Virus desinfizieren, um Ansteckung vorzubeugen
Gebet für Ebola-Patienten im Krankenhaus

Von frühmorgens bis spät in die Nacht arbeiteten alle daran, um das mobile Krankenhaus innerhalb von zwei Wochen einsatzbereit zu machen. Die 18 Betten, die nach Notwendigkeit auf 54 erweitert werden können, die Behandlungsräume und die Quarantäne-Einheiten sollen bestmögliche Hilfe in dieser unabsehbaren Katastrophe bieten können.

„Das Team ist unglaublich“, sagt Einsatzleiter John Troke. „Es gibt Mitarbeiter für Logistik, Personal, Finanzen und Medizin – aber alle packen überall mit an, sogar beim Aufbau der Klink.“

Doch nicht nur eingeflogene Samaritan’s Purse-Mitarbeiter, sondern auch Einheimische sind Tag und Nacht dabei, damit das Behandlungszentrum schnellstmöglich errichtet wird.

Mumbere Kombi, dessen Schwester der Epidemie zum Opfer gefallen ist, gehört ebenfalls zu den vielen Helfern.

„Wenn jemand ein Familienmitglied durch das Ebolafieber verloren hat, dann versteht diese Person am besten, wie real dieser Virus ist. Danke, dass ihr gut ausgerüstete Menschen hergebracht hat, die uns helfen, diese Epidemie zu stoppen.“

Liebe statt Angst

Während das Team sich auf die Eröffnung des Zentrums vorbereitet, gehen sie und einheimisches Personal täglich durch Schulungen und Trainings, um sich und die Patienten vor der Ansteckung und Verbreitung des Virus zu schützen.

Durch Simulationen lernen die Mitarbeiter wie sie bestmöglich den Patienten helfen können. Die Mitarbeiter beten für Gottes Segen und sein Eingreifen in dieser herausfordernden Zeit. 

Das Team ist sich bewusst, welcher Gefahr sie sich durch ihren Dienst aussetzen – denn die Sterberate dieses gefährlichen Virus liegt bei 60 Prozent. Und auch Ärzte und Entwicklungshelfer sind nicht vor der tödlichen Gefahr gefeit. Doch das hindert sie nicht daran, sich darauf einzulassen.

„Diese Menschen sind Gottes Schöpfung und er liebt sie“, sagt Krankenschwester Emily Way. „Wir sind dazu berufen, keine Angst zu haben, sondern die Menschen zu lieben. Wir vertrauen darauf, dass Gott unser Schutz ist.“ 

„Ihr dürft nicht vergessen, was Gott von uns möchte – dass wir Liebe teilen, Mitgefühl zeigen und die betroffenen Familien durch den ganzen Prozess begleiten“

Kelly Suter, Leiterin der Klinik

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