Doppelte Wirkung

Hinter der Bordellfassade
Alabaster Jar verteilt zum Weltfrauentag kleine Geschenke im Bordell

„Das ist für dich – Gott segne dich!“ – Rund um den internationalen Frauentag am 8. März begegnete unser Team von Alabaster Jar rund 150 Frauen auf dem Berliner Straßenstrich, bei Café-Einsätzen und in zehn Bordellen unserer Hauptstadt. Mit leckeren, bunten Macarons als kleine Aufmerksamkeit und offenen Ohren für ihre Bedürfnisse brachte unser Team den Frauen Gottes Liebe nahe und echte Wertschätzung entgegen – etwas, das diese Frauen in ihrem Alltag selten erleben.

Weltfrauentag

Im März werden weltweit die Errungenschaften und Freiheiten von Frauen gefeiert und für die Herausforderungen von Frauen sensibilisiert. Für uns ist das besonders bedeutungsvoll: Mit unserem ProjektAlabaster Jar begleiten wir jede Woche Frauen, die im Rotlichtmilieu gefangen sind. Eine Branche, die in unserer Gesellschaft oft als emanzipierend und selbstbestimmt dargestellt wird. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall.

Fassade statt Feminismus

Wer denkt, im Bordell auf Emanzipation und Selbstbestimmung selbstbewusster Frauen zu treffen, liegt falsch. Kaum eine Frau, mit der wir bei unseren Einsätzen sprechen, ist wirklich freiwillig an diesem Ort. Ihr abgeklärter Blick ist oft bloß eine Fassade, ein Schutzmechanismus. Den Zwang zur Prostitution empfinden viele als ihre einzige Möglichkeit, zu überleben oder ihre Familien zu versorgen. Wenn eine Frau das Gefühl hat, keine andere Wahl zu haben, kann man dann wirklich von einer freien Entscheidung sprechen?

Fassade statt Feminismus

Der Frauentag ist besonders in osteuropäischen Ländern, aus denen der Großteil der Frauen im Berliner Rotlichtmilieu stammt, ein großer Feiertag. Deshalb ist dies immer eine besondere Gelegenheit, mit ihnen über ihren Wert in Gottes Augen zu sprechen. In dieser Zeit sind viele besonders offen für uns.

Besondere Begegnungen

Bei unserem Einsatz haben wir die wunderbare Nachricht bekommen, dass eine Frau, die wir bei unserer Weihnachtsaktion 2025 kennengelernt haben, sehr berührt von unserem Besuch war. Anfang des Jahres ist sie aus der Prostitution ausgestiegen! Sie ist Gott so dankbar, dass wir ihr begegnet sind und ihr eine Hand gereicht haben – das hat ihr den Mut gegeben, diesen Schritt zu gehen.

Gebet unseres Teams

Eine andere Frau, mit der wir bereits länger in Kontakt sind, hat sich geöffnet und erzählt, dass sie den Wunsch hat auszusteigen. Jetzt beten wir für sie und sind für sie da, während sie über diesen bedeutsamen Schritt nachdenkt.

Der Wunsch nach Rente

Birgit*, die jede Woche zu unserem Café-Einsatz kommt, wurde bereits als Jugendliche in die Prostitution gedrängt. Heute ist sie Mitte 60 und versucht schon mehrere Jahre lang, ihre Rente zu beantragen und aus der Prostitution auszusteigen – bisher jedoch ohne Erfolg. Schon vor einiger Zeit vertraute sie uns ihren Wunsch auszusteigen an und seitdem beten wir beständig für sie. Nun hat sie endlich ihren Termin bekommen, um ihre Rentenunterlagen zu regeln. Leider sind ältere Frauen wie Birgit kein Einzelfall. Wir treffen immer wieder ältere Frauen, die seit vielen Jahren in der Prostitution gefangen sind und die Unterstützung sowie Gunst bei den Behörden benötigen, damit sie eine Rente erhalten, die etwas Lebensqualität bietet. Wir danken Gott, dass er unsere Gebete erhört hat und sich um Birgit kümmert.

„Gebet wirkt, Gebet hat Kraft. Jetzt glaube ich es. Ich hätte zuerst beten sollen. Danke, dass ihr für mich gebetet habt.“

Birgit* (Mitte 60)

*Name geändert

In Berlins größtem Bordell

Am 8. März waren wir in einem der größten Bordelle Europas, wo wir auf ungefähr 50 Frauen trafen. Dieses Bordell ist einer der wenigen Orte, an denen wir manchmal auch Ablehnung spüren, da einzelne Frauen sich durch unseren Besuch verurteilt fühlen. 

Aus diesem Grund haben wir vorher viel gebetet, damit wir ihnen Gottes Liebe bringen können und sie sich geliebt statt verurteilt fühlen.

Vorbereitung unseres Einsatzes

Wir waren alle ein bisschen nervös an diesem Sonntag, aber als wir ankamen, haben die Frauen gelächelt und sich sehr gefreut, uns zu sehen. Sie haben unsere kleine Geste sehr geschätzt, und wir konnten ihnen sagen:

 „Gott hat dich wunderbar gemacht. Er liebt dich.“

Wir beten, dass jedes Geschenk und jede Karte, die wir verteilt haben, eine Einladung ist, mehr über Jesu Liebe zu erfahren.

Spenden-Verdopplungsaktion im März

So viele Frauen im Rotlichtmilieu brauchen Gottes Liebe und einfühlsame Unterstützung mit Know-how! Im März könnt ihr mit eurer Spende unsere Arbeit sogar mit doppeltem Effekt unterstützen: Ein großzügiger Unterstützer hat zugesagt, alle Spenden für Alabaster Jar bis zu 5.000 € bis zum 31. März zu verdoppeln! Das bedeutet: Jede Spende, die bis Monatsende eingeht, erreicht uns gleich zweifach – und multipliziert damit die Wirkung im Leben der Frauen, die wir unterstützen.

Eure Spende erreicht die Frauen über unsere Einsätze hinaus in Form von kostenlosen Mahlzeiten, Kleidung sowie Beratung zu medizinischer Versorgung, Behördengängen oder einem Ausstieg.

Wir danken euch von Herzen für jede Gabe und jedes Gebet!

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Straßeneinsatz von Alabaster Jar

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