Jetzt spenden

Jeder Tag ein Muttertag
Die Geschichte unseres Baby-Not-Projekts auf den Philippinen

„Die Geburt könnte kompliziert werden, ihr solltet ins Krankenhaus gehen“, rät Hebamme Georgia bei einer Vorsorgeuntersuchung während ihres ersten Besuchs auf den Philippinen. Später erfährt Georgia, dass Mutter und Kind bei der traditionellen Hausgeburt gestorben sind. Es bricht ihr das Herz und sie fasst einen Entschluss, der nicht nur ihr Leben für immer verändert, sondern eine ganze Generation von Müttern.

Tradition mit Folgen

Georgia wächst in einer behüteten Familie an der Westküste Kanadas auf. Schon früh hat sie den Wunsch, Frauen in ärmeren Ländern zu helfen, und absolviert eine Ausbildung als Hebamme und Missionarin. Diese führt sie 2004 in die philippinische Provinz Kalinga, wo sie sich sofort in die Herzlichkeit der Menschen verliebt. Rund um die Stadt Tabuk gelegen leben in entlegenen Bergdörfern verstreut etwa 50 Stammesgruppen. Sie pflanzen Reis, halten ein paar Hühner oder Schweine. Das reicht gerade, um zu überleben. Es gibt weder Ärzte noch Hebammen in den Dörfern.

Unterwegs zu Hausbesuchen
Hausbesuche durch unser mobiles Hebammenteam

Als Georgia bei einer Schwangeren eine Vorsorgeuntersuchung durchführt, rät sie ihr, zur Geburt in ein Krankenhaus nach Tabuk zu gehen. Später hört sie, dass diese Frau niemals dort war und bei der Geburt gestorben ist. Auch das Baby hat nicht überlebt. 

Georgia erfährt: Traditionell sind Frauen hier bei der Entbindung allein. Sobald bei einer Frau vom Stamm der Butbut die Wehen einsetzen, muss sie Bambusstäbe vor ihrer Hütte aufstellen – zur Warnung, damit niemand in ihre Nähe kommt. Dann zieht sich die Frau in ihre Hütte zurück und bekommt allein und ohne Hilfe ihr Kind. Ein philippinisches Sprichwort besagt sogar: „Eine schwangere Frau steht bereits mit einem Fuß im Grab.“ Für Georgia ist dieses erschütternde Ereignis der Beginn des Herzenswunsches, Veränderung in dieser entlegenen Region zu bewirken: 

„Diese Praxis kann nicht nach Gottes Willen sein. Wie können die Frauen Vertrauen gewinnen, sodass sie eine Hebamme zur Geburt zulassen würden?“ 

Immer mehr wuchs der Wunsch in ihr heran, ihren neuen Nachbarn auf ganz praktische Weise zu dienen und damit Gottes Liebe und Fürsorge sichtbar zu machen.

Ein Traum prägt Generationen

Georgias Traum, ein Geburtszentrum zu gründen, wo schwangere Frauen respektvoll und mit viel Liebe professionell betreut werden, nimmt immer weiter Form an. 2007 wird dieser Traum schließlich wahr: Mit viel Hilfe baut sie ein altes Haus zu einem Geburtszentrum um. 2012 zieht sie in ein moderneres Gebäude und beginnt, weitere Geburtshelferinnen auszubilden. Über die Jahre wächst nicht nur das Team, sondern auch das Vertrauen einer ganzen Generation: Fast 20 Jahre später bringen nun die ersten jungen Frauen, die einst in Georgias Geburtshaus selbst entbunden wurden, hier ihre eigenen Kinder zur Welt – unsere ersten „Enkelkinder“!

Georgia und eine Patientin
Georgia mit einer Patientin
Unser Geburtshaus mit Team
Behandlung eines kleinen Patienten
Eine Trage für Frühchen & Gebet für Mutter und Baby
Georgias Team

Powerfrau mit Vision

Inzwischen ist Georgia selbst Mutter von drei Kindern und leitet ein Geburtszentrum in Bugnay und ein weiteres in Tabuk. Ein drittes Geburtshaus ist aktuell im Aufbau, denn noch immer ist die Säuglingssterblichkeitsrate auf den Philippinen sieben Mal höher als hierzulande. Besonders in der Regenzeit sind die Wege zu unseren Geburtshäusern oder umliegenden Krankenhäusern für viele Schwangere zu weit entfernt. Räumlichkeiten sind bereits gefunden, nun stehen dringend Renovierung und Ausstattung an, für die wir aktuell Spenden sammeln: 

JETZT SPENDEN

Die neuen Räumlichkeiten unseres 3. Geburtshauses  & behelfsmäßige Brücke zu unserem bestehenden Zentrum
Unser Geburtszentrum mit Team

Trotz der doppelten Verantwortung, das Muttersein mit ihrem Beruf zu verbinden, und dem Bewusstsein, dass sie nicht jeder Not gerecht werden kann, weiß Georgia ganz sicher, dass Gott sie genau dort haben will: 

„Ich kann nicht jede Situation retten. Ich kann nicht jede Ungerechtigkeit stoppen. Aber ich kann Gott und meinen Nächsten – in meinem Fall Mütter und ihre Kinder – lieben, auf ganz praktische Weise. Für mich ist jeden Tag Muttertag.“ 

Hat Georgias Geschichte und Mut, etwas zu verändern, auch euer Herz berührt? Steht diesen starken Frauen zur Seite mit eurer Spende und Gebeten – jede Unterstützung ist wertvoll und gibt Gottes Liebe zu uns greifbar weiter! ❤️​

JETZT SPENDEN

Zwei stolze Mütter mit Babys

Weitere Blogartikel

„Ich habe den Stern gesehen!“
Alabaster Jar, Samaritan's Purse

Unser Team von "Alabaster Jar" ließ es auch für Frauen im Rotlichtviertel Weihnachten werden.

Mehr erfahren
Bildungsreise
Bildung, Indien: Freiheit

Mitarbeiter des Berliner Samaritan’s Purse-Büros berichten von ihrer Reise nach Indien und Nepal

Mehr erfahren
Nachhaltige Veränderung bewirken
Patenschaft, Weihnachten im Schuhkarton

Durch eine Patenschaft für „Weihnachten im Schuhkarton“ bewirkt ihr nachhaltige Veränderung

Mehr erfahren
Updates zur Ukrainehilfe
Ukraine, Humanitäre Hilfe

Updates zu den verschiedenen Maßnahmen für Menschen aus der Ukraine

Mehr erfahren