Nicht ohne meine Hebamme!
Unser Baby-Not-Projekt prägt Generationen
Als Georgia als angehende Hebamme 2004 das erste Mal in die abgelegenen Bergregionen der Philippinen reist, ist sie schockiert: Sobald bei einer schwangeren Frau die Wehen einsetzen, zieht sie sich traditionell allein zurück, um ihr Kind ohne jegliche Hilfe zur Welt zu bringen. Mutter und Kind stehen einem philippinischen Sprichwort nach bei der Geburt mit einem Bein im Grab.
„Wie können die Frauen Vertrauen gewinnen, sodass sie eine Hebamme zur Geburt zulassen würden?“
Georgias Vision einer christlichen Geburtsklinik mit frauenzentrierter medizinischer Versorgung entsteht (die ganze Geschichte lest ihr hier).
Heute baut Georgia durch das Baby-Not-Projekt seit fast 20 Jahren Beziehungen zu den Menschen vor Ort, indem wir in zwei Geburtshäusern und durch mobile Teams umfassende Betreuung für Mütter und Babys anbieten, die über reine Geburtshilfe hinausgeht. In Wort und Tat gibt Georgia mit ihrem Team aus christlichen Hebammen und Sozialarbeiterinnen Gottes Liebe praktisch weiter.


Süße Früchte: Unsere ersten „Enkelkinder“!
Das Vertrauen wächst und trägt Früchte: Als Jonis Tochter Aika, die sie einst in unserem Geburtszentrum entband, schwanger wird, kommt sie umgehend mit ihr zu Georgia und ihrem Team. War ihre Mutter noch eine der Ersten, die den Schritt in unser Geburtszentrum wagte, so ist die Tradition einer Geburt ohne Betreuung für Aika schon gar keine Option mehr. Gott sei Dank!

Doch es geht dabei um mehr: Bewusst brachte Joni ihre noch junge Tochter zu uns. Denn in den regionalen Krankenhäusern treffen Frauen, die sehr früh Mutter werden, häufig auf Ablehnung und werden aufgrund ihres Alters und der meist ungeplanten Schwangerschaften schlecht behandelt. Unser Team ist sich der Herausforderungen der „Teenie-Mama“ bewusst und begegnet ihr mit offenen Armen statt Ablehnung. Aika erlebt liebevoll betreut eine unkomplizierte Geburt. Neben der Nachsorge für Mutter und Kind erhält die junge Familie in den Folgemonaten Beratung durch unsere Sozialarbeiterin für einen guten Start in ihre neue Lebenssituation.
Auf Vertrauen folgt Know-how
Auch auf professioneller Ebene baut unser Geburtszentrum Beziehungen und Vertrauen auf: Viele Hebammen, die in lokalen Krankenhäusern angestellt sind, besitzen keine Kenntnisse zur Behandlung von Säuglingen, die bei der Geburt nicht selbstständig atmen. Dieses lebensrettende Wissen darf unser Team mittlerweile in Workshops weitergeben – ein großer Vertrauensschritt in unsere Arbeit und echte Anerkennung für Georgias Team.


Hochschwanger über diese Brücke?
Für viele Frauen ist der Weg zu unseren Zentren noch zu weit und beschwerlich. Im vergangenen Jahr zerstörte ein heftiger Sturm eine zentrale Brücke zu unserem Geburtshaus, sodass der einzige Weg für viele werdende Mütter über eine behelfsmäßige Bambusbrücke führte. Die Säuglingssterblichkeitsrate auf den Philippinen ist sieben Mal höher als in Deutschland.

Wir sehen, dass unsere Arbeit nicht nur Leben rettet, sondern Generationen prägt, und möchten diese mit einem weiteren Geburtszentrum ausbauen. Eine Räumlichkeit ist bereits gefunden – nun stehen dringend die Renovierung und Ausstattung an. Wir laden euch ein, diese durch eine Spende mitzufinanzieren und so den Segen, der durch unser Geburtszentrum entsteht, zu multiplizieren.


Wir danken euch von Herzen für jede Gabe und jedes Gebet für unser Team, alle Mütter mit ihren Babys und unsere starken Hebammen!