FRAUENPOWER
Ukrainische Gemeinden erblühen mitten im Krieg

Ukrainische Männer kämpfen seit drei Jahren an der Front für ihr Land. Sie sind Helden und werden als solche gewürdigt. Und sie hinterlassen Lücken - am Arbeitsplatz, als Ehemänner, Freunde und Väter. Oft denken wir erst an zweiter Stelle an diejenigen, die diese Lücken schon so lange füllen: die Frauen. Heldinnen, jedoch selten so benannt. So viele Frauen in der Ukraine bleiben zurück und halten alles am Laufen. In Beruf, Familie und auch in den Kirchengemeinden. Zum Internationalen Frauentag wollen wir diese besonderen Frauen in den Fokus rücken, denn sie vollbringen Unglaubliches und lassen Gemeinden mitten im Krieg erblühen.

GOTT SCHREIBT GESCHICHTE

Gott schreibt aufregende Geschichten mit den Schuhkartons unserer engagierten Päckchenpacker. Anfang Februar reist ein kleines Team von Samaritan´s Purse in die Ukraine, um einen Bruchteil dieser segensreichen Ereignisse einzufangen und abzubilden. Neben dankbaren Kinderaugen sehen sie in den Kirchengemeinden vor allem eins: starke Frauen, die zum Segen für ihr Umfeld werden. Statt leerer Kirchenbänke und hoffnungsloser Gesichter erlebt unser Team volle Gottesdienste und lebhafte Kinderprogramme, bei denen Jesus im Mittelpunkt steht. Und dabei spielen „unsere“ Schuhkartons eine wichtige Rolle.

GEMEINDEN WACHSEN

Eine dieser starken Frauen ist Anna (35), Pastorin der „Salvation Church“ in Kiew. Seit 2022 wächst ihre Gemeinde – durch den Kurs Die größte Reise, das Nachfolgeprogramm von Weihnachten im Schuhkarton. Alle zwei Monate startet ein neuer Kurs, und das nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. „Die größte Reise ist großartig, denn das Konzept erlaubt unserer Gemeinde, als Team zu arbeiten. Jeder kann involviert und ein Teil davon sein“, berichtet Anna begeistert und fügt hinzu:

"Ganz besonders ist für mich der Moment, in dem sich jemand für ein Leben mit Jesus entscheidet und sich sein Leben auf wunderbare Weise komplett ändert. Seit dem Krieg sind die Herzen der Menschen offener für das Evangelium."

Die Schuhkarton-Geschenke lösen bei der Verteilung wie erwartet großes Jubeln bei den Kindern aus, aber sie scheinen nur das i-Tüpfelchen des Ganzen zu sein. Die Begeisterung für das Evangelium ist hier bei allen Gemeindemitarbeiterinnen, die wir treffen, zu spüren. Dieser Funke springt über: In gleich vier altersgerechten Gruppen erfahren rund 25 Kinder hier jede Woche mehr von Jesus. Und das geben sie ihren Familien und Freunden weiter. Das Ergebnis: In nur wenigen Jahren plant die Kirche bereits die dritte Gebäudevergrößerung, da der Platz für alle Besucher der Gottesdienste einfach nicht mehr reicht. Und das in Kriegszeiten, in denen eigentlich so viele helfende Hände fehlen.

NEUES ENTSTEHT

Aliona (40) leitete eine Schule im Osten der Ukraine, als russische Soldaten in ihre Heimat eindrangen und sie und ihre Familie zur Flucht zwangen. In Kiew kommt sie mit Christen der „Salvation Church“ in Kontakt: Ein Freund gibt ihr die Telefonnummer der Gemeinde, und obwohl sie gar nicht gläubig ist, fühlt sie sich hier auf Anhieb willkommen. Ihre vierjährige Tochter Sophia erhält einen Schuhkarton und besucht den Kurs Die größte Reise; auch Aliona beschäftigt sich zunehmend mit Jesus. In der Folge macht sie erste Schritte im Glauben: Vier Monate nach ihrer Flucht lässt sie sich taufen und betet regelmäßig zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Heute unterrichtet sie den Glaubenskurs sogar selbst:

"Früher war ich für die Kinder meiner Schule in Saporischja da – heute kann ich es für die geflüchteten Kinder hier sein."

Und so geben mutige Christinnen in der Ukraine Hoffnung weiter an die nächste Generation. Sie sind da und machen Kinder, die im Krieg aufwachsen, mit einem Frieden bekannt, der keine Grenzen kennt.

In der Ukraine ist der Internationale Frauentag übrigens ein landesweiter Feiertag und von großer Bedeutung für Frauen. Lasst uns am 08. März ganz besonders für sie beten!

Mit eurem Gebet und eurer Spende könnt ihr zu Samaritern für Christen in der Ukraine werden und sie darin unterstützen, vor Ort für andere da zu sein und das Evangelium in Wort und Tat zu leben!

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