Waschechte Nächstenliebe
Sauberes Wasser schenkt Frauen Sicherheit und Lebensqualität
Wasser ist Leben. Und doch bleibt sauberes Wasser für Milliarden Menschen auf der Welt ein unerreichbarer Luxus. Wenn wir von „sauberem Wasser“ sprechen, geht es um weit mehr als darum, den Durst zu stillen: Es geht um Kochen, Reinigen und Körperhygiene – Dinge, die für uns selbstverständlich sind, aber 40 % der Weltbevölkerung verwehrt bleiben. Besonders Frauen und Mädchen sind betroffen, denn in vielen Regionen liegt die Verantwortung für die Wasserversorgung bei ihnen. Und auch das Thema Hygiene stellt ohne sauberes Wasser und Sanitäranlagen insbesondere Frauen vor Herausforderungen.


Zum Weltwassertag 2026 laden wir euch ein: Schenkt im Frauenmonat März Frauen und ihren Familien Zugang zu sicherem Wasser!
Was das konkret verändert, zeigt die Geschichte von Malin aus Kambodscha:
Wenn das „stille Örtchen“ fehlt
Malin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern als Farmer in Kumru, im Nordwesten Kambodschas. In der Vergangenheit lebte die Bauernfamilie täglich mit Herausforderungen, die für europäische Verhältnisse kaum vorstellbar sind: In oder um ihre überschaubare Hütte gab es keine Toilette – geschweige denn ein Badezimmer.

Wenn Malin sich an ihre Lebenssituation erinnert, empfindet sie hauptsächlich Scham: „Es war immer schwer, draußen in der Natur einen Ort zu finden, an dem wir unsere Notdurft verrichten konnten. Wir hatten bis vor Kurzem keine Latrine. Wir hatten dabei immer Angst vor giftigen Schlangen. Besonders schwierig war es in der Regenzeit mit den ständigen Überflutungen im Dorf. Wir fürchteten zudem immer, dass die Nachbarn uns sehen würden – es war sehr peinlich. Unsere benachbarte Familie hat eine Latrine, aber wir waren immer zu schüchtern, zu fragen, ob wir sie benutzen dürfen.“
Gefährlicher Kreislauf
Doch neben den peinlichen Entblößungen in der Öffentlichkeit hatte die Familie ein noch ernsteres Problem: Sie litten regelmäßig an Erkrankungen, die durch die mangelnde Hygiene verursacht wurden. Durchfall und Hautausschlag gehörten zur Tagesordnung der vierköpfigen Familie.
Besonders Kinder erkranken schnell, wenn sie in ihrem Umfeld mit menschlichen Ausscheidungen oder verschmutztem Abwasser in Berührung kommen.
80 % der Menschen in ländlichen Gebieten Kambodschas haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und behelfen sich mit verunreinigtem Wasser aus Flüssen – oftmals in unmittelbarer Nähe der Felder, die mangels Latrinen für die Notdurft benutzt werden. Die Menschen sind sich nicht bewusst, dass die Fäkalien ins Grundwasser und somit in ihre Nahrungskette gelangen. Dies hat jedes Jahr tausende von Todesfällen und lebenseinschränkende Erkrankungen zur Folge, die eigentlich verhindert werden könnten.

Unsere Spender drehen den Hahn auf
Durch unser WASH-Projekt änderte sich die Situation für Malins Familie: „Samaritan‘s Purse hat meiner Familie einen Bio-Sand-Wasserfilter ermöglicht! In den darauffolgenden Monaten nahm ich an einem Training teil und lernte über Hygiene, besonders auch über das Händewaschen mit Seife“, schildert Malin glücklich. Eine vollkommen neue Welt für die zweifache Mutter, die ohne solch grundlegende Dinge aufwuchs. Über den Wasserfilter hinaus erhielt die Familie alles nötige Material und Kenntnisse, um ihre eigene Latrine bauen zu können.
„Durch das Projekt hat sich unsere Gesundheit unglaublich verbessert. Wir benutzen nun ausschließlich die Latrine und fühlen uns dabei wohl und sicher. Alles, was ich in dem Training gelernt habe, gebe ich auch den Leuten im Dorf weiter und wir helfen ihnen, ihre eigenen Latrinen zu bauen.“




Von sauberen Händen zu reinen Herzen
Ganze Gemeinschaften werden durch das Projekt positiv beeinflusst und eine neue Generation mit einem gesunden Bewusstsein für Hygiene geprägt. Aber nicht nur die praktische Hilfe, sondern auch die vor Ort tätigen Menschen unseres Projekts beeindrucken Malin: „Ich kam während der Trainings mit dem Team von Samaritan‘s Purse über ihren Glauben an Jesus Christus ins Gespräch und hörte von Gottes Liebe – ihrem Antrieb, Menschen auf der Welt zu helfen. Ich möchte allen Spendern, die dies für uns ermöglichten, Danke sagen. Dafür, dass sie an uns denken und uns so großzügig unterstützen“, strahlt Malin.
Hier erfahrt ihr mehr über unsere WASH-Projekte in Kambodscha, Äthiopien und Niger:
