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UNSERE WUNDERWAFFE: DER BIO-SAND-WASSERFILTER
Für Wasser, das nicht krankmacht

11. MÄRZ 2024  |  KAMBODSCHA

Wir können aus Pfützenwasser Trinkwasser machen. Wie? Durch unseren Bio-Sand-Wasserfilter! Lest hier, warum wir so begeistert von unseren Bio-Sand-Wasserfiltern sind.

Makara* und seine Frau Pich* sind Reis- und Yuca-Bauern und leben in einem Dorf in Kambodscha. Ihr Dorf ist alles, was sie kennen: Streunende Hunde, süße Mangos – und die jährliche Regenzeit, die zwischen April und Oktober die Sandwege unter Wasser setzt und in die Hütten dringt. Die Regenzeit bringt mehr als nur Wassermassen – sie bringt auch Massen an Bakterien und Keimen, die sich in den Teichen und stehenden Gewässern „wie die Fliegen vermehren“. Aber dessen sind sich weder Makara noch die anderen 100 Familien ihres Dorfes bewusst. 

*Namen geändert

Bio-Sand-Wasserfilter

Die Dorfbewohner leben in einer lebensbedrohlichen Unwissenheit – und setzen täglich das Leben ihrer Kinder und ihr eigenes aufs Spiel.

Doch selbst wenn sie wüssten, dass das Wasser aus den verseuchten Tümpeln sich nicht zum Trinken oder Kochen eignet, dann gibt es kaum Möglichkeiten, um an sauberes Trinkwasser zu kommen. Man sieht Kinder neben Kühen und Wasserbüffeln schwimmen, Frauen Wäsche waschen und anschließend jenes Wasser zum Kochen nutzen und ältere Männer ihre Notdurft direkt neben der Wasserquelle verrichten.

Bio-Sand-Wasserfilter

Durchfall ist Alltag

Und so hat man sich an Krankheiten gewöhnt. Durchfall ist Alltag. Doch als Makaras achtjährige Tochter, geschüttelt vom Durchfall, schwächer und schwächer wird, werden die Eltern unruhig und bringen das bleiche Kind in eine Klinik. Die Ärzte können ihr helfen und die Eltern atmen auf – bis zu dem Moment, in dem sie die Rechnung in den Händen halten. Die Heilung der Tochter bedeutet weniger Essen für den Rest der Familie. Heilung gegen Hunger – ein schwerer Tausch.

Kurze Zeit später wird bei Mutter Pich Typhus diagnostiziert, eine Krankheit, deren Erreger fäkal-oral (durch menschlich ausgeschiedene Fäkalien, die durch Nahrung oder Wasser aufgenommen werden), übertragen werden. Dass fehlende Latrinen mit ihrem hohen Fieber zusammenhängen, daran denkt im Traum niemand.

Samaritan’s Purse bringt wertvolles Wissen

Wie ein Silberstreif am Horizont erscheint die Ankunft unserer Mitarbeiter von Samaritan’s Purse, die genau jenes Wissen mitbringen. Mithilfe des WASH-Projektes wollen sie den Dorfbewohnern diese Zusammenhänge erklären und ihnen helfen, Krankheiten in Zukunft zu vermeiden. Zusätzlich zu den Schulungen über Gesundheit, Hygiene und warum Latrinen so wichtig sind, bauen sie gemeinsam mit den Dorfbewohnern Bio-Sand-Filter und zeigen ihnen, wie sie zu benutzen und instand zu halten sind.

Auch Makara und seine Frau nehmen an den Schulungen teil. Zum ersten Mal wird ihnen bewusst, dass ihr Lebensstil wie eine Einladung für jene Krankheiten ist, die ihr Leben so schwermachen.

Sie lernen den Wert des Händewaschens und dass sauberes Trinkwasser aus ihrem neuen Wasserfilter sie vor Keimen und Bakterien schützt. Die Gesundheit der fünfköpfigen Familie verbessert sich über die Wochen hinweg und sie sind unendlich dankbar für dieses neue Lebensgefühl.

„Der Bio-Sand-Filter ist ein Schatz für unsere Familie“, 

sagt Familienvater Makara, der das Gefühl hat, sich besser um seine Familie kümmern zu können.

Bio-Sand-Wasserfilter
Makara und seine Frau Pich sind dankbar, dass sie nun Zugang zu sauberem Wasser und wertvollem Wissen haben.

Die Mitarbeiter erzählen ihnen außerdem von Jesus, der allen Durstigen verspricht: „Wer dieses Wasser trinkt, wird bald wieder durstig sein. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird in ihm zu einer nie versiegenden Quelle, die ewiges Leben schenkt.“ (Johannes 4,13–14). Pich schenkte den Worten Glauben und entscheidet sich diesem Jesus nachzufolgen. Sie hat nun Zugang zu lebensspendendem Wasser – im doppelten Sinne.

Der Bio-Sand-Wasserfilter: Nachhaltig und langlebig

Wer, so wie Makara und Pich, in einem abgelegenen Dorf in Kambodscha lebt, hat kaum Möglichkeiten an sauberes Trinkwasser zu kommen. Das meiste Wasser kommt aus Oberflächengewässern oder Tümpeln – verunreinigt durch Keime, Bakterien oder Fäkalien. Doch mithilfe des Bio-Sand-Wasserfilters kann selbst dreckigstes Pfützenwasser innerhalb kürzester Zeit in Trinkwasser verwandelt werden.

Warum ist der Bio-Sand-Wasserfilter die perfekte Lösung?

  • Weil der Bio-Sand-Wasserfilter keinen Strom benötigt.
  • Weil der Bio-Sand-Wasserfilter mit lokalen Materialien hergestellt wird und so effektiv und nachhaltig ist, dass er eine Familie jahrzehntelang mit sauberem Wasser versorgen kann.
  • Weil der Bio-Sand-Wasserfilter bis zu einem Liter sauberes Wasser pro Minute produziert – dadurch ein einzelner Filter eine ganze Familie täglich mit ausreichend Trinkwasser versorgen.
Bio-Sand-Wasserfilter

Wie funktioniert der Bio-Sand-Wasserfilter?

Als erstes wird das äußere Gehäuse aus Zement gegossen. Nach der Trocknung werden diese in die verschiedenen Dörfer gebracht, wo sie vor Ort nach speziellen Vorgaben mit Sand und Steinen gefüllt werden. Durch die Schichtung werden Trübungen, üble Gerüche und gesundheitsschädliche Organismen wie Parasiten, Viren und anderen Krankheitserregern zu 99,5 Prozent vernichtet.

Bio-Sand-Wasserfilter
Bio-Sand-Wasserfilter
Die WASH-Mitarbeiter erklären den Dorfbewohnern genau, wie der Bio-Sand-Wasserfilter funktioniert und wie die verschiedenen Schichten jegliches Wasser in Trinkwasser verwandelt.

Doch das Wichtigste ist: Dorfbewohner lernen im Vorfeld warum gefiltertes Wasser wichtig für ihre Gesundheit ist und wie sie den Bio-Sand-Wasserfilter funktionstüchtig halten. Denn erst wenn man versteht, dass Pfützenwasser ungesund ist, wird man Wasser aus dem Filter erst richtig schätzen.

Ermöglichen Sie jetzt einer Familie einen Wasserfilter, der ihnen ein Leben lang sauberes Wasser schenkt.

Jetzt Bio-Sand-Wasserfilter schenken

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